Archiv für die 'Anekdoten' Kategorie

interkulturelle Fettnäpfchen: Süd-Korea

Ein Aberglaube aus Süd-Korea besagt: Wird oder steht ein Namen irgendwo in rot geschrieben, wird derjenige bald sterben.
Also immer schön aufpassen, wenn ein Kursteilnehmer mal vergisst seinen Namen auf den Prüfungsbogen zu schreiben und welches Kreidestück man grad an der Hand hat, wenn man Namen an die Tafel schreibt.

Erstellt am Montag 16. August 2010
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Deutsch lernen? Warum? Wozu?

“Können Sie zehn gute Gründe nennen, Deutsch zu lernen?”, wurde ich unlängst in einem Interview gefragt. “Gleich zehn?”, fragte ich erschrocken, “müssen es so viele sein? Ich wäre ja schon froh, wenn mir nur drei einfielen!”

So fängt Bastian Sicks Zwiebelfisch-Artikel zum Thema Deutsch lernen an. Tja, Deutsch als Fremdsprache zu lernen, das mag manch einem wirklich abwegig erscheinen. Deutsch klingt nicht so schön wie Französisch oder Italienisch, es ist nicht so praktisch wie Spanisch oder Englisch und es ist auch nicht so exotisch wie Polnisch oder Schwedisch. Weiterlesen »

Erstellt am Mittwoch 26. Mai 2010
Unter: Anekdoten, DaF-Unterricht (für Lehrende), Rest der Welt | 3 Kommentare »

“Darf ich dir Schuhe vorschlagen?”

Meine Privatschülerin hat mir Schuhe vorgeschlagen, damit ich keine kalten Füße bekomme. Später im Gespräch meinte sie, die Volkshochschulen würden viele Sprachkurse vorschlagen. Bei der Erklärung, warum es “anbieten” heißen muss, bin ich ganz schön ins Schwimmen geraten, deswegen hier die offiziellen Erklärungen aus dem “Deutschen Universalwörterbuch” von 2001 (die relevanten Definitionen sind fett gedruckt): Weiterlesen »

Erstellt am Donnerstag 18. März 2010
Unter: Anekdoten, Grammatik | 3 Kommentare »

peinlich, peinlich

Beim Stöbern auf flickr.com bin ich auf dieses Foto gestoßen:

Lesen… und verzweifeln.

Erklärungen gibt’s auf flickr.com, einfach auf das Bild klicken.

Erstellt am Mittwoch 10. Juni 2009
Unter: Anekdoten, Rest der Welt | 2 Kommentare »

Stilblüten, Lernermund und Enthüllungen: Mozarts Mutter war Stripperin!

In dem Artikel würde ich gern eine kleine Sammlung zu Stilblüten, die einem so im DaF-Unterricht begegnen, anlegen und plädiere damit für einen humorvollen Umgang mit solchen Fehlern, denn schließlich sind sie meist Beweis für eine kreative Sprachverwendung.
Natürlich hoffe ich auf zahlreiche Kommentare mit Beispielen!

Los geht’s:

“Pferd mit Anhänger” - doch eigentlich die perfekte Umschreibung für Kutsche, oder?

“Mozarts Mutter strippt in Paris.” - Das wusste ich bis vor kurzem auch noch nicht… ;-)
(Gemeint ist natürlich, dass sie in Paris stirbt.) Weiterlesen »

Erstellt am Dienstag 3. Februar 2009
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Wie drei Sätze die Arbeit von drei Monaten zerstören…

Die Heimleiterin des Asylbewerberheims, in dem in zur Zeit arbeite, ist ein echter Schatz. Die Mami für alle, für mich auch ein bisschen, sorgt sich, wenn ich kalte Hände habe, versorgt mich mit neuer Kreide und neuen Tafellappen, ermahnt mich, bei Schnee und Glätte langsam zu fahren usw.

Aber gestern hätte ich sie am liebsten auf den Mond geschossen, kommt sie doch in meinen Unterricht und sag zu einer Kursteilnehmerin:

Wo ist deine Kinder? Ich mache Film. Und du müssen um drei zu Ausländerbehörde.

Mir blieb einfach nur der Mund offen stehen.
Einerseits kann ich es nachvollziehen, dass sie sich anpasst, aber andererseits halte ich von dieser Art von Schonung, von Vereinfachung der Sprache gar nichts, nein, das stimmt nicht, ich halte es für falsch.
Eigenartiges Phänomen und dabei so weit verbreitet. (Sogar meine Mutter ertappe ich gelegentlich dabei.) Ob es dazu Untersuchungen gibt? Gibt es dafür einen Fachbegriff?

Erstellt am Freitag 16. Januar 2009
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Mit der Schwellendidaktik ins neue Jahr

Am Sonntagabend saßen meine Grundschullehrerkollegin und ich noch gemütlich bei einer heißen Schokolade mit Baileys zusammen, ließen die freien Tagen mit all ihren kulinarischen Genüssen und winterlichen Freuden Revue passieren, bis wir beide feststellten: „Ach du Schreck, wir müssen ja morgen wieder ran.“ Und von Unterrichtsvorbereitung keine Spur.
Wegen des fortgeschrittenen Abends entschieden wir uns spontan für zwei der wohl wichtigsten didaktischen Ansätze: sie sich für die Schwellen-, ich mich für die Auto-Didaktik.
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Erstellt am Dienstag 6. Januar 2009
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Für alle Fälle gerüstet: die Lehrertasche

Gestern hab ich erst über den krummen Rücken von schweren Lehrertaschen geschrieben und schon heute zahlt es sich aus, was man alles so in seiner Tasche herumträgt:
Gegen meinen Hustenreiz half ein Salbeibonbon und der Kursteilnehmerin, die sich geschnitten hatte, ein Heftpflaster. Die Frau von der Ausländerbehörde brauchte ein Taschentuch und dass die rote Kreide alle war – kein Problem, ein paar Notstücke hat man doch immer dabei.
Da fiel mir wieder eine Geschichte ein, die ich vor Jahren auf einer Studentenkonferenz in Dresden gehört hatte: “Die Tasche einer Dozentin” von Dorothea Spaniel. Ich wette, viele Lehrer/innen (wobei ich mir sicher bin, dass Frauen immer noch ein bißchen besser ausgerüstet sind) können das sehr gut nachempfinden.

Da steht sie, wie jeden Morgen. Wieviel Kilo wird sie heute wiegen? Ob sie den heutigen Tag überhaupt noch überleben wird? Oder wird der „Boden unter ihren Füßen“ durchbrechen? Kann dieses Buch noch hinein? Vielleicht sollte ich die Wasserflasche doch lieber in die Hand nehmen. Viele Fragen, aber keine Antwort?
Da steht sie, wie jeden Morgen – die gepackte Tasche und wartet. Sie ist aus Leder und passt damit nur selten zur Farbe der Kleidung ihrer Trägerin und noch seltener zum Make-up. Sie hat weder das Design einer schnittigen Laptop-Tasche noch lässt sie sich bequem als Rucksack auf dem Rücken tragen oder als Fahrradtasche festbinden.
Sage mir, welche Tasche du trägst und ich sage dir, wer du bist. Weiterlesen »

Erstellt am Mittwoch 12. November 2008
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